Einen früheren Konfigurationsstand wiederherstellen
Eine Aktivierung, die sich im Betrieb als falsch erweist, muss schnell rückgängig zu machen sein. Wiederherstellen macht den zuletzt aktiven Stand wieder zum aktiven – ein Weg zurück um genau einen Schritt, nicht in die Historie hinein.
Als durchgehendes Beispiel dient die aktive Version 3, aktiviert am 12.07.2026: Seit ihrer Aktivierung schlägt der Artikel-Export beim Webshop fehl. Die Ursache ist noch nicht gefunden, der Export soll aber heute noch wieder laufen – also zurück auf Version 2.
Was Sie brauchen
- Mindestens einen archivierten Konfigurationsstand. Ein Stand wandert ins Archiv, sobald ein Entwurf über ihn aktiviert wird.
- Die Berechtigung Konfiguration – Aktivierung mit Stufe Voll.
Wiederherstellen setzt die Konfiguration zurück – es macht nichts ungeschehen, was die alte Konfiguration im Zielsystem bereits angerichtet hat. Sehen Sie deshalb vorher nach, was die Aktivierung überhaupt geändert hat: Ein Klick auf die Archivzeile öffnet den Vergleich dieser Version mit ihrem Vorgänger. Manchmal steht dort eine einzelne falsche Zeile, die sich in fünf Minuten im Entwurf korrigieren lässt – dann ist das der bessere Weg.
Wiederherstellen
- Öffnen Sie die Seite Konfigurationsstände und gehen Sie zum Bereich Archivierte Konfigurationen. Die Stände stehen absteigend, mit Version, Aktivierungszeitpunkt und dem Anwender, der sie aktiviert hat.
- Suchen Sie die Zeile des direkten Vorgängers der aktiven Konfiguration – im Beispiel Version 2. Nur dort wird Wiederherstellen angeboten; auf allen älteren Zeilen fehlt die Aktion.
- Klicken Sie Wiederherstellen und lesen Sie den Bestätigungsdialog. Er nennt die Zielversion und sagt, dass der bisher aktive Stand seinerseits archiviert wird.
- Bestätigen Sie mit Wiederherstellen. Der Fokus liegt zunächst auf Abbrechen – die Bestätigung will bewusst angeklickt werden.

Was dabei geschieht
| Der wiederhergestellte Stand | wird wieder zum aktiven Konfigurationsstand und gilt ab sofort für neue Läufe. |
| Der bisher aktive Stand | wandert ins Archiv – er ist nicht verloren, sondern rückt eine Zeile nach unten. |
| Ein vorhandener Entwurf | bleibt erhalten und lässt sich weiterhin separat aktivieren. Der Dialog sagt das ausdrücklich, wenn ein Entwurf existiert. |
| Ein zuvor ermitteltes Prüfergebnis | gilt nicht mehr, weil es gegen einen anderen aktiven Stand ermittelt wurde. |
Der letzte Punkt ist der, den man übersieht: Nach dem Wiederherstellen ist vor der nächsten Aktivierung eine erneute Prüfung nötig, auch wenn der Entwurf unverändert geblieben ist. Der grüne Haken von gestern gilt für eine Konfiguration, die es so nicht mehr gibt.
Weiter zurück als einen Schritt
Sie können den Vorgang wiederholen. Nach dem Wiederherstellen ist der nächstältere archivierte Stand der neue direkte Vorgänger, und Wiederherstellen rückt im Archiv eine Zeile nach unten. Von Version 5 auf Version 2 sind es also drei Durchgänge, einer nach dem anderen.
Zwei Dinge sind dabei zu bedenken. Jeder Zwischenstand ist kurzzeitig der aktive – ein Lauf, der in diesem Moment startet, arbeitet mit ihm. Schalten Sie deshalb die Automatik der betroffenen Routen ab, bevor Sie mehrere Schritte hintereinander zurückgehen. Und je weiter Sie zurückgehen, desto weniger sagt Ihnen die Archivzeile darüber, was in diesem Stand eigentlich steht: Ein Klick auf die Zeile zeigt nur den Unterschied zu ihrem Vorgänger, nicht zum heutigen Stand. Stellen Sie ihn deshalb über die Auswahl im Vergleich direkt der aktiven Konfiguration gegenüber, bevor Sie den ersten Schritt machen.